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«Die würden wirklich alles tun»

Kempten (ddp-bay). Das Auftaktkonzert ihrer Deutschland-Tournee «Zimmer 483» im bayerischen Kempten begann für die zur Zeit populärste Teenie-Band Tokio Hotel früher als geplant. Weil in der Warteschlange vor der Veranstaltungshalle schon 20 Mädchen in der heißen Sonne umgekippt waren, öffneten sich die Türen zur «Big Box» vorzeitig. Auch die Vorgruppe machte es kurz, nachdem die Fans in Sprechchören lautstark nach ihren Stars verlangt hatten. Die von den Behörden befürchtete Massenhysterie blieb indes aus. Der

Notdienst musste 93 junge Mädchen medizinisch betreuen.

Unter den fast 5000 Konzertbesuchern waren nur wenige Jungs auszumachen. Die Mädchen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren, die wenigsten davon in Begleitung von Vater oder Mutter, hatten sich auf den großen Moment, an dem sie ihren Idolen leibhaftig gegenüberstehen sollten, gut vorbereitet. Jüngere schrieben sich die Namen von Bill und Tom, von Gustav und Georg auf Stirn und Arme. Die älteren Mädchen wollten die Blicke der Band mit anderen Mitteln auf sich ziehen: Netzstrümpfe, knappe Shorts, enge, kurze T-Shirts und viel sichtbare Unterwäsche, dazu Plakate mit der Handy-Nummer oder Sprüchen wie «Wie wär´s mit heute?». Die Männer vom Sicherheitsdienst konnten sich ein Schmunzeln kaum verkneifen: «Die würden alles tun, um zur Band zu gelangen», meinte etwa Security-Mann Frank, «wirklich alles».

Den Songtitel «Schrei» nahmen die Besucherinnen denn auch wortwörtlich, als der 17-jährige Frontman Bill Kaulitz die Bühne betrat. In dem ohrenbetäubenden Kreischen konnten die Boxen der Musikanlage die Stücke kaum verständlich rüberbringen. Als die Band am Schluss die laustark geforderten Zugaben nur mit der Akustikgitarre spielte, war davon kaum etwas zu verstehen.

So frühzeitig, wie es begann, endete auch das Konzert. Eltern, die vor der Türe warteten, waren davon genauso überrascht wie die Polizei. «Aber das sorgt für Entzerrung», sagte Polizei-Einsatzleiter Karl-Heinz Schader, der mit seinen Beamten am Nachmittag mehr zu tun hatte, als vor der Halle 50 lärmende Demonstranten mit Plakaten wie «Scheiß Tokio Bordell» die Konfrontation suchten. Auch Matthias Haugg vom städtischen Jugendamt zeigte sich am Schluss erleichtert: «Es hätte viel schlimmer kommen können.»

Das frühzeitige Ende des Konzert verschaffte vielen Mädchen noch Zeit, bis der elterliche Abholdienst erschien. Sie nutzten diese, um hinter der Halle die Security zu bestürmen und einen Blick auf den Tournee-Bus zu werfen. In der Lokalzeitung hatten die Veranstalter bereits angekündigt, dass Tokio Hotel nicht in Kempten übernachten werde. Sicherheitsvorkehrungen für die Nacht waren nicht erforderlich. Die Fans wussten ohnehin, dass der Tournee-Titel «Zimmer 483» nicht als Aufforderung für sie gemeint ist: In Kempten gibt es kein Hotel mit so vielen Zimmern.

(ddp)




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